Depot A – effektives Steuerungselement der Banken

Mit gesetzlich festgelegten Begriffen für die verschiedenen Depots soll der Verkehr zwischen den Banken einheitlich gehandhabt werden. Dabei wird die Trennung rein buchhalterisch vorgenommen, um zum einen die Bilanzierung und zum anderen die Pfandrechte zu klären.

Depot A als Eigendepot

Dieses als Aktiva in der Bilanz einer Bank geführte Depot umfasst alle Wertpapiere oder Sammeldepotanteile im Eigentum der Bank, die auch entsprechend angezeigt werden müssen. Außerdem werden hier alle Wertpapiere und Anteile der Kunden geführt, die einer unbeschränkten Weiterverpfändung zugestimmt haben. Die Verwaltung eines Eigendepots erfolgt oft im Rahmen der Drittverwahrung. Dabei haften alle Wertpapiere und Sammeldepotanteile des Eigendepots für die Forderungen des Drittverwahrers.

Wertpapiereigengeschäft – Depot A

Bis zum 31.12.2012 mussten die Bestände der Eigendepots der einzelnen Banken und Institute quartalsweise an die Deutsche Bundesbank gemeldet werden. Seit dem 1.1.2013 gilt nun eine monatliche Meldefrist, die alle inländischen Banken, Kapitalanlagegesellschaften und sonstige das Depotgeschäft betreibende Kreditinstitute umfasst. Dabei ist unerheblich, wo die Wertpapiere des Depots A geführt werden. Diese kurzfristigere Erfassung der Depotvolumina ermöglicht eine schnellere Reaktion auf drohende Schieflagen und trägt zur Erhöhung der Risikotragfähigkeit der Banken bei.

Eigenes Geschäftsfeld – Depot-A-Management

Der optimalen Verwaltung des Depots A kommt eine große Bedeutung zu, da die Eigenkapitalrentabilität so direkt beeinflusst werden kann. Mit einer individuell abgestimmten Kapitalanlagestrategie, die eine permanente Analyse und daraus abgeleitete Maßnahmen umfasst, kann das Eigendepot eine effektive Steuerungsmasse für den Erfolg eines Kreditinstitutes darstellen. Die Herausforderungen an institutionelle Investoren sind deswegen gerade in diesem Bereich wegen der gravierenden Folgen der Finanzkrise enorm.

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