Teilgewinn vor Ende des Projekts? Die Percentage of Completion Methode

Die Percentage of Completion Methode ist ein Abrechnungsverfahren, in dem die Erträge und Aufwendungen der langfristigen Verträge jährlich als ein Prozentsatz der in diesem Jahr abgeschlossenen Arbeit anerkannt werden. Das ist das Gegenteil von der geschlossenen Vertrag Methode, welche die Steuerzahler benutzen, um die Meldung von Einnahmen und Ausgaben aufzuschieben, bis ein langfristiges Projekt abgeschlossen wird. Die POC-Methode der Rechnungslegung wird häufig in Bauvorhaben verwendet.

Problem war vorher, dass bei größeren Aufträgen, zum Beispiel über mehrere Jahre oder noch größere Zeiträume, nicht klar war, wie das Unternehmen die Gewinne und Verluste auf die einzelnen Teilzeiträume aufteilt. Im deutschen Handelsraum ist diese Methode derzeit aber nicht zulässig. Dadurch ist die Complete Contract Methode an dieser Stelle üblicher.

Festhalten des Leistungsfortschrittes

Die POC-Methode der Rechnungslegung verlangt den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen auf einer jährlichen Basis, die der Prozentsatz des Vertrages, der erfüllt werden soll, bestimmt. Die laufenden Erträge und Aufwendungen werden mit den geschätzten Gesamtkosten für die Steuerschuld für das Jahr bestimmt. So würden beispielsweise bei einem Projekt, welches 30% im ersten und 45% im zweiten Jahr ausfüllt, nur die inkrementellen 15% der Einnahmen im zweiten Jahr anerkannt werden.

Hat sich die Methode bewährt?

Da der mögliche Gewinn des Projekts stetig und linear über den Gesamtzeitraum im Verhältnis zum Arbeitsfortschritt dargestellt wird, ist ein großer Vorteil dieser Methode, dass die Möglichkeit von Volatilität minimiert wird. Ein Nachteil ist dagegen, dass die Methode äußerst zeitaufwändig in der Vor- und Nachbereitung ist, ferner müssen Teile geschätzt werden, woraus eine signifikante Unabhängigkeit resultieren kann.