Diskontierungsfaktor

Der Diskontierungsfaktor oder Abzinsungsfaktor ist ein Begriff aus der Finanzmathematik bzw. Investitionsrechnung. Er bezeichnet den Faktor, mit dem zukünftig erwartete Zahlungsrückflüsse aus einer Investition – zum Beispiel Sachinvestition oder Kapitalanlage – multipliziert werden, um deren Gegenwartswert zu berechnen.

Was ist der Diskontierungsfaktor?

Der Diskontierungsfaktor ist definiert als 1/(1+k/100)exp n. „k“ bezeichnet dabei den Kalkulationszinsfuß und „n“ die Zahl der Jahre, über die die Abdiskontierung jeweils erfolgt.>Mit der Abzinsung wird die Tatsache berücksichtigt, dass zukünftige Zahlungen im Allgemeinen niedriger bewertet werden als heute zur Verfügung stehendes Kapital. Der Diskontierungsfaktor berücksichtigt diesen Umstand, indem er die zukünftigen Zahlungen auf einen Bezugswert, den Gegenwartswert, umrechnet und so Zahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten vergleichbar macht.

Kalkulationszinsfuß und Zeit

Der Diskontierungsfaktor ist kleiner als 1 (wenn k, n > 0). Sein Wert wird wesentlich durch den gewählten Kalkulationszinsfuß beeinflusst. Dieser orientiert sich an der erwarteten Rendite für die betrachtete Investition, den Finanzierungskosten (Fremdkapitalzinssatz und angesetzte Eigenkapitalverzinsung) oder der Rendite der nächstbesseren Investitionsalternative. Bezüglich n gilt: Je größer n ist, umso kleiner wird der Diskontierungsfaktor. Das bedeutet, je länger ein Zahlung in der Zukunft liegt, umso mehr wird sie abdiskontiert.

Barwert und Kapitalwert

Die Summe aller auf den Gegenwartswert abdiskontierten Zahlungsrückflüsse einer Investition wird als Barwert bezeichnet. Subtrahiert man vom Barwert den heutigen Wert des eingesetzten Kapitals, erhält man den sogenannten Kapitalwert. Er gibt an, welchen Kapitalzuwachs eine Investition – bewertet zum Zeitpunkt des Investitionsbeginns – voraussichtlich erbringt und ist eine wichtige Kenngröße in der Investitionsrechnung, um die Vorteilhaftigkeit eines Vorhabens zu beurteilen.