Für die Entschädigung von Zeugen bei Gericht: Die Verdienstausfallbescheinigung

Wenn ein Zeuge, der zu einem Gerichtstermin geladen wird, einen Verdienstausfall hat, da er eine gewisse Zeit bei Gericht verbringt, kann er die ausgefüllte Verdienstausfallbescheinigung dem Gericht vorlegen, um eine Entschädigung zu erhalten.

Wie hoch ist die Entschädigung?

Wenn ein Verdienstausfall durch einen Termin bei Gericht entsteht, richtet sich die Höhe der Entschädigung nach dem regelmäßigen Bruttoverdienst einschließlich der vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge und für jede Stunde höchstens 21 Euro beträgt.

Wer erhält keine Verdienstausfallbescheinigung?

Auszubildenden entsteht kein Verdienstausfall, da die/der Auszubildende unverschuldet verhindert ist ihre/seine Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag zu erfüllen und der jeweilige Ausbildungsbetrieb hat kein Recht, für diese Pflicht Geld abziehen.

Wer stellt die Verdienstausfallbescheinigung für das Gericht aus?

Es gibt hierzu Vordrucke, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Die Verdienstausfallbescheinigung wird vom Arbeitgeber sorgfältig und vollständig ausgefüllt und zum jeweiligen Termin mitgenommen. Dort wird die Bescheinigung vorgelegt.

Wichtige Hinweise

In einer Hauptverhandlung kann es passieren, dass sich Ihre Zeugenaussage erübrigt. Die Entschädigungsansprüche bleiben Ihnen aber erhalten, da Sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, den Termin auf jeden Fall wahrzunehmen. Sie haben keine Wahl und müssen pünktlich zum Gerichtstermin erscheinen.

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