Industrieauktionen und Insolvenzverkäufe – Win-win-Situation für Verkäufer und Käufer

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 600.000 Abmeldungen von Gewerbebetrieben registriert. Nicht immer steht eine Insolvenz hinter der Geschäftsaufgabe. Vielleicht ist der Betrieb am aktuellen Standort nicht mehr rentabel, oder es findet sich schlichtweg kein Nachfolger. In vielen Fällen sind bei Schließung des Betriebs noch hohe Sachwerte vorhanden – Maschinen, Werkzeuge, Geschäftseinrichtung und Fahrzeuge.

Industrieauktionen erfüllen denselben Zweck wie ein Ausverkauf der Ware. Vorhandenes, aber im Betrieb gebundenes Vermögen soll zu Geld gemacht werden. Dabei entsteht ganz nebenbei auch ein Nutzen für die Umwelt: Gut erhaltene Maschinen müssen nicht verschrottet werden, sondern werden weiter genutzt. Das Internet hat solche Verkäufe sehr erleichtert. Bieter müssen nicht mehr vor Ort sein, sondern können sich zuvor über das Angebot informieren und dann an einer Online-Auktion teilnehmen.

Überregionaler Interessentenkreis

Industrieauktionen und Insolvenzverkäufe haben eine lange Tradition. Allerdings war der Interessentenkreis eher klein. Während eine Ladenausstattung für viele Einzelhändler interessant sein kann, sind Spezialmaschinen nur im selben Industriezweig nutzbar. Dort muss gerade konkreter Bedarf bestehen, zum Beispiel als Ersatzinvestition oder wegen einer geplanten Erweiterung. Außerdem müssen Interessenten von den Verkäufen erst einmal erfahren und gegebenenfalls lange Wege für eine Vorab-Besichtigung und zum Verkaufstermin selbst zurücklegen.

Die letztgenannten Hürden sind durch Verkauf oder Auktion im Internet weitgehend beseitigt. Durch Fotos, Videos und technische Spezifikationen zum Download können sich Interessenten ein sehr genaues Bild von den Angeboten und dem Zustand der Betriebsmittel machen. Online-Auktionen sind zudem deutlich preisgünstiger durchzuführen, weil keine Hallen und Präsentationstechnik angemietet werden müssen. Professionelle Anbieter sorgen dafür, dass Industrieauktionen heute weltweit funktionieren. Sie bieten auch umfassende Serviceleistungen rund um die Auktion

Preislimits unbedingt einhalten

Des einen Freud, des anderen Leid: Verbesserte Vorab-Information bedeutet mehr Interessenten und damit auch mehr Angebote und höhere Preise, die sich in einer Auktion oder einem Verkauf gegen Höchstgebot erzielen lassen. Das kommt zum Beispiel der Insolvenzquote zugute, die die Gläubiger später erhalten.

Wer auf einer Auktion bietet, muss sich darüber klar sein, dass sein Gebot verbindlich ist und er im Fall des Zuschlags einen Kaufvertrag abgeschlossen hat. Selbstverständlich muss er sich vorher genau informieren – ob das Objekt wirklich das ist, was er braucht, in welchem Zustand es ist, welchen Neupreis es hat und welche Preise für Gebrauchtmaschinen mit oder ohne Garantie üblich sind. Ein wichtiger Punkt sind auch Transportkosten vom aktuellen Standort der Maschine zum eigenen Firmensitz.

Aus diesen Überlegungen folgt ein Preislimit. Lassen Sie sich nicht von einer spannenden Auktion mitreißen, bieten Sie nicht mehr als den zuvor überlegten Preis. Sonst können Maschinen und Werkzeuge zu einem unnötig teuren Schnäppchen werden.

Bild: Bill Oxford / Unsplash

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