Sicherheit und Rendite mit Betongold: Immobilieninvestments

Durch die Corona-Krise verzeichneten die Börsen weltweit einen Kursrutsch in bislang nie dagewesenem Tempo. Sichere Geldanlagen wie Tages- und Festgelder bringen Zinsen weit unterhalb der Inflationsrate. Wer nicht zusehen möchte, wie sein Geld immer weiter an Kaufkraft verliert, sollte sich mit Immobilieninvestment beschäftigen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, auch ohne großes Vermögen.

Die eigenen vier Wände

Eine naheliegende Variante ist, laufendes Einkommen nicht für Miete auszugeben, sondern in die Abzahlung eines Immobilienkredits zu stecken. Grundsätzlich ist das eine sinnvolle Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Allerdings sollten die Kreditkosten beachtet werden. Über eine lange Laufzeit kommen mehrere 10.000 Euro zusammen. Außerdem sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie lange eine bestimmte Immobilie für Sie zweckdienlich ist. Sind die Kinder aus dem Haus, entwickelt sich ungenutzte Wohnfläche zum teuren Klotz am Bein. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, Wohneigentum später zu verkaufen. Dabei sind oft – aber nicht überall – Wertsteigerungen zu realisieren. Alternativ können Sie die Immobilie vermieten und dadurch laufendes Einkommen erzielen. Zahlen Sie noch Kreditzinsen, machen sich diese und weitere Kosten steuermindernd bemerkbar.

Offene und geschlossene Immobilienfonds

Reicht das Geld nicht für eine eigene Immobilie oder passt sie nicht zu Ihrer Lebensplanung, sind Immobilienfonds eine Alternative. Offene Immobilienfonds investieren in eine Vielzahl von Objekten, und man kann sich auch mit kleinen Einlagen als Einmalzahlung oder Sparplan daran beteiligen. Viele offene Immobilienfonds gerieten vor einigen Jahren in eine Krise, weil zu viele Anleger gleichzeitig ihr Geld zurückhaben wollten. Darauf sind Immobilienfonds nicht ausgelegt. Sie halten zwar eine gewisse Liquidität vor, aber die Investition in Immobilien ist naturgemäß auf Dauer angelegt. Neue gesetzliche Regelungen, zum Beispiel über Mindesthaltedauer und Kündigungsfristen, haben diese Probleme beseitigt. Offene Immobilienfonds verlieren dadurch zwar ein wenig Flexibilität, sind aber deutlich sicherer geworden. Geschlossene Fonds sind eine unternehmerische Beteiligung an einem bestimmten Objekt, zum Beispiel einem Hotel oder einem Bürohaus. Sie erfordern in der Regel eine hohe Mindestbeteiligung, und da die Streuung auf mehrere Immobilien fehlt, bergen sie ein größeres Risiko. Sie sind deshalb als Beimischung in größeren Vermögen empfehlenswert, vor allem, wenn sie auch Steuervorteile bieten.

Crowdinvesting in Immobilien

Eine noch recht junge Form der Beteiligung an Immobilien ist das Crowdinvesting, also die Finanzierung von Bauvorhaben oder Modernisierungen durch eine Vielzahl von Anlegern. Dabei wird in der Regel eine gewöhnliche Immobilienfinanzierung ergänzt durch weitere Kredite mit auf den ersten Blick attraktiven festen Zinsen. Allerdings müssen Anleger genau prüfen, warum die Finanzierung zum Teil auf diese für den Kreditnehmer teure Art erfolgt. Haben die Banken einen Grund, ihr Engagement zu begrenzen? Das Crowdinvesting erfolgt üblicherweise in Nachrangdarlehen. Geht alles glatt, erhält der Anleger eine sehr gute Rendite. Schlimmstenfalls verliert er aber sein investiertes Geld, weil die Gläubiger von Nachrangdarlehen, wie der Name schon sagt, erst ausbezahlt werden, wenn alle anderen Ansprüche befriedigt sind.

Bild: Bigstockphoto.com / Tinnakorn

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