Liquide Mittel

Der Begriff liquide Mittel bezeichnet einen Teil des Umlaufvermögens eines Unternehmens und erscheint daher auch in der Bilanz eines Unternehmens . Zu ihnen zählen Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben.

Der Sinn von liquiden Mitteln

Liquide Mittel stehen dem Unternehmen frei zur Verfügung und sind nicht in Kapital gebunden. Sie können direkt als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Da sie jedoch nicht investiert sind, bringen sie primär keine Rendite. Ein gewisser Stand an liquiden Mitteln ist daher für das Unternehmen notwendig, eine zu hohe Quote ist jedoch nicht rentabel.

Die Liquidität

Den größten Vorteil bringen diese Mittel in der Liquiditätsberechnung. Sie gelten als ein sehr gutes Kriterium für die Zahlungsfähigkeit einer Firma und sorgen für eine hohe Liquidität. Sie werden in voller Höhe mit in die Berechnung dieser einbezogen. Eine gute Liquidität ist für ein Unternehmen sehr wichtig und sorgt u.a. für Kreditwürdigkeit. Möchte das Unternehmen bei einem Kreditinstitut einen Kredit aufnehmen, so wird neben der Bilanz allgemein und den aktuellen Gewinnaufstellungen auch auf die liquiden Mittel geschaut. Wichtig ist meist nicht deren Höhe, sondern das Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens, also der Liquidität. Die Unternehmensleitung muss daher die Liquidität immer auf einem bestimmten Niveau halten. Man unterscheidet zwischen drei Arten von Liquidität, wobei eine hohe Liquidität erster Ordnung zu bevorzugen ist. Diese bezieht nur die liquiden Mittel ein.

Die richtige Wahl der Höhe

Ein ausgewogenes Verhältnis ist also am sinnvollsten und sollte daher bevorzugt werden. Auch muss bedacht werden, dass liquide Mittel schnell zur Verfügung stehen und daher die Handlungsfähigkeit erhöhen. Sie dienen als Absicherung der Verbindlichkeiten und können im Notfall schnell eingesetzt werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sollten daher nicht größer als die liquiden Mittel sein.