Primäre und sekundäre Organisationsformen

Wer in der Wirtschaft oder Verwaltung tätig ist, dem sind die Begriffe Organisation und Organisationsformen geläufig. So unterscheidet man im Oberbegriff, der Organisation, drei verschiedene Formen. Die funktionelle, die instrumentale und die institutionelle Organisation. Diese Bereiche bilden die Grundlage jedes Rechts- und Wirtschaftssystems. Im Zuge dieser Tatsache haben sich Primär- sowie Sekundärorganisationssysteme entwickelt.

Primärorganisation – die einzelnen Formen

Das Einliniensystem ist das einfachste Prinzip einer Organisationsform. Hierbei ist immer nur eine einzige Stelle, in gerader Linie, einer Instanz untergeordnet. Der Weg der Kommunikation läuft also nur auf dieser einen Linie ab.

Beim Mehrliniensystem stehen unter einer Generalinstanz weitere abteilungsspezifische Instanzen. Diese Abteilungsleiter geben Anweisungen an ihren Fachbereich weiter. Sind selbst allerdings der obersten Generalinstanz unterstellt.

Die Stablinienorganisation hat die Funktion der Entlastung des entsprechenden Vorgesetzten inne. Hierbei ist jedem Abteilungsleiter bzw. jeder Generalinstanz eine Stabstelle zugeordnet, welche beratend und wirkend zur Seite steht.

Funktionale Organisation beschreibt die Organisationsform der zweiten Ebene, diese ist den Generalinstanzen unterstellt und arbeitet spezifisch in verschiedenen Aufgabenkomplexen zusammen.

Die Matrixorganisation ist eine spezielle Form der Mehrlinienorganisation. Hierbei sind die Leitungsfunktionen auf zwei voneinander unabhängige, gleichberechtigte Bereiche, z. B. Produktentwicklung und Verrichtung, verteilt. Die betroffenen Mitarbeiter haben in dieser Form der Organisation gleich zwei gleichberechtigte übergeordnete Instanzen. Diese sind also zu gleichermaßen weisungsbefugt. In der Praxis funktioniert die Matrixorganisation nicht immer positiv, da mangelnde Kommunikation und unterschiedliche Auffassungen vorherrschen.

Sekundärorganisationen

Dabei handelt es sich lediglich um eine Ergänzung bestehender Primärorganisationen. Beispiele hierfür sind u. A. das Stabsprinzip, das Ausgliederungsprinzip, das Arbeitsgruppenprinzip, welches in der modernen Wirtschaft immer häufiger zum Einsatz kommt und eine Spezialisierung des Matrixprinzips.

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