Kapitalstruktur oder wann ist ein Unternehmem optimal finanziert?

In Zeiten der Finanzkrise (mehr zum Thema finden Sie auf www.krisentalk.de) und nach den Änderungen von Basel II sind die Auflagen der Banken für Fremdfinanzierungen deutlich gestiegen. Ein wesentliches Bonitätskriterium ist die Kapitalstruktur. Dieser Beitrag definiert den Begriff „Kapitalstruktur“, zeigt grundsätzliche Regeln auf und stellt die Frage, ob es so etwas wie eine optimale Kapitalstruktur gibt.

Kapitalstruktur – was ist das?

Die Kapitalstruktur ist die Verteilung von Eigen- und Fremdkapital auf der Passivseite der Bilanz. Eigenkapital ist nichts anderes als die Summe aller Vermögensgegenstände auf der Aktiv-Seite abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten. Typische Verbindlichkeiten sind Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Eigen- und Fremdkapital unterscheiden sich hinsichtlich des Eigentümerstatus und der Fristigkeit. Während Eigenkapital dem Unternehmen gehört und langfristig zur Verfügung steht, erwartet der Fremdkapitalgeber eine Kapitalrückzahlung, wobei die Fristen unterschiedlich lang sein können. So sind Bankdarlehen in der Regel langfristiges Fremdkapital, während Girokredite oder Lieferantenverbindlichkeiten kurzfristigen Charakter haben.

Finanzierungsregeln

In der Literatur über Unternehmensfinanzierung finden sich diverse Regeln zum Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital. Aus Risikogesichtspunkten kann das Eigenkapital nicht groß genug sein. Wer dagegen eine hohe Eigenkapitalrendite anstrebt, nimmt gerne Fremdfinanzierung und die Mitsprache der Investoren auf sich. Banken streben bestimmte Verhältnisse zur Vermögensstruktur an. So soll das Eigenkapital in Summe das Anlagevermögen übersteigen, bzw. das kurzfristige Fremdkapital soll durch möglichst liquides Umlaufvermögen gedeckt sein. Aber auch gute Zahlen hinsichtlich statischer Verschuldungsgrade nützen nichts, wenn der Cashflow eines Unternehmens nicht ausreichend ist, den Kapitaldienst (Zins und Tilgung) zu gewährleisten.

Tipp: Concept 2015 bietet kompetente Beratung in Finanzierungsfragen.

Beurteilung

Die optimale Kapitalstruktur gibt es nicht, da sie von unterschiedlichen Zielsetzungen der Eigentümer und Gläubiger abhängt. Als Bonitätskriterium ist die Kapitalstruktur nur ein Beurteilungskriterium unter vielen. Denn auch hohe Fremdkapitalquoten schrecken Investoren nicht ab, solange aktuelle Lage und Wirtschaftsplanungen eines Unternehmens ausreichende Cashflow-Ströme darstellen.

Investoren für die Unternehmensfinanzierung vermittelt www.cujeconsult.com.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren: