Kupfer, Gold und Silber: Die Geldanlage in Edelmetalle

Spätestens als vor einigen Monaten die Bundesbank die ersten unverzinsten Wertpapiere herausgab, wurde es überaus deutlich: Die Bundesregierung kann auf absehbare Zeit keine Zinsen bezahlen, die auch nur den Werterhalt des eingesetzten Vermögens garantieren würden. Seit diesem Zeitpunkt denken die Anleger um. Sachwerte sind gefragter denn je. Vermögensanlageexperten, die Fachpresse und Verbraucherschützer empfehlen, einen Teil des Vermögens in Edelmetalle anzulegen.

Es findet sozusagen eine Rückbesinnung auf wahre Werte statt. Wer sich mit Kupfer, Gold und Silber beschäftigt, wird sehr schnell sehen: Anders als Papiergeld oder Wertpapiere hat diese Form der Anlage kein Verfallsdatum und kann nicht einfach bei einer Insolvenz des Emittenten eingezogen werden. Die folgende Aufzählung zeigt die wesentlichen Vorteile der Investition in Gold & Co.

Innerer Mindestwert aufgrund der Nachfrage und des Produktionsprozesses

Am deutlichsten wird die Werthaltigkeit von Edelmetallen, wenn Sie an die Verwendung und an die Herstellung denken. Der Kupferpreis wird niemals einen bestimmten Mindestwert unterschreiten. Die zwei wesentlichen Gründe dafür sind: Edelmetalle werden in einem sehr aufwändigen Gewinnungsprozess in Bergwerken gefördert. Dafür ist ein erheblicher Aufwand an Arbeitszeit und Material notwendig. Dies sorgt für einen bestimmten inneren, intrinsischen Wert. Die Edelmetall-Notierungen werden deshalb diese Produktionskosten nicht unterschreiten können. Darüber hinaus gibt es für die meisten Edelmetalle auch eine industrielle Nachfrage. Egal ob es sich um Kupfer für Stromleitungen, integrierte Schaltungen oder Löt-Gold für die Mikroelektronik handelt: Immer ist dieses Edelmetall ein wertvoller Rohstoff, aus dem die industriellen Abnehmer noch mehr machen können. Damit gibt es ein weiteres fundiertes Argument für die Preisbewertung.

Teilbarkeit der Geldanlage, schnelle Wiederverkäuflichkeit

Anders als eine Investition in Immobilien ist die Investition in Edelmetalle jederzeit teilbar. Dies bedeutet, dass Sie selbst die kleinsten Stückelungen von nur wenigen Gramm jederzeit einzeln und seriös zu einem vergleichbaren Marktpreis wiederverkaufen können. Wenn Sie bei Edelmetall-Barren und Edelmetall-Münzen auf den Reinheitsgehalt achten, dann sind die Investments absolut vergleichbar. Damit unterscheidet sich das Edelmetall-Investment signifikant beispielsweise vom Kauf von Diamanten und Edelsteinen: Diese werden aufgrund so unterschiedlicher Preismerkmale (Schliff, Farbe, Reinheit etc.) bewertet, dass eine seriöse Marktpreisfeststellung sehr schwierig ist. Auch können Sie von einem Diamanten mit einem bestimmten Gewicht nicht einfach nur einen kleinen Teil verkaufen.

Keine plötzliche Mengenausdehnung möglich

Einer der Hauptgründe dafür, warum die Banken derzeit de facto keine Zinsen zahlen ist der Produktionsprozess von Geld. Im ersten Abschnitt haben Sie ja bereits gelesen, dass Edelmetalle sehr aufwändig produziert werden. Aus diesem Grund gibt es nur eine langfristige Möglichkeit, die Produktionsmengen leicht zu erhöhen. Wer auf die Webseiten der großen Minengesellschaften geht, der sieht die langen Planungszeiträume, bis ein Bergwerk wirklich in Betrieb gehen kann. Bei Geld ist es ganz einfach – egal ob im Jahr 2009 oder 2014. Dann finden sich Schlagzeilen wie diese hier. Irgendjemand wirft die Notenpresse an.

Der ständig steigende Hunger der sich gerade industrialisierenden Länder sorgt zudem für eine stetige Ausdehnung der Nachfrage, so dass ein begrenztes Angebot auf eine steigende Nachfragekurve trifft.

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