Rendite von Unternehmensanleihen (Industrieanleihen)

Unternehmensanleihen (auch als Industrieanleihen bezeichnet) werden von deutschen und internationalen Firmen herausgegeben. Es handelt sich um Schuldverschreibungen, die der Verbesserung der Liquidität eines Unternehmens dienen. Das Rating hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bonität einer Firma. Basierend auf der Bonitätsstufe, die von AA++ bis D reicht, kann das Risiko eines Totalverlustes einer Unternehmensanleihe eingeschätzt werden. Die Bonität wirkt sich direkt auf den Zinssatz aus, den das Unternehmen an die Anleger jährlich auszahlt. Wenn es sich um eine Unternehmensanleihe mit niedriger Bonität handelt ist der Zinssatz höher während Anleihen mit einem hohen Rating eine geringe Rendite aufweisen.

Die Laufzeit kann zwischen einem Jahr und dreißig Jahren liegen. Die Rendite kann sich verschlechtern und der Kurs sinken, wenn das Rating eine Änderung erfahren sollte. Der Nachteil der Unternehmensanleihe resultiert in möglichen Zahlungsschwierigkeiten der Firma, in deren Folge die Zinsen an die Anleger nicht mehr geleistet werden können. Je schlechter die Bonitätsstufe der Unternehmensanleihe ist desto eher steigt die Gefahr eines Totalverlustes, wenn das Unternehmen die Zinsen nicht mehr zahlen kann. Das Volumen bei der Herausgabe einer Unternehmensanleihe liegt durchschnittlich bei 100 Millionen bis 1 Milliarde Euro.

Die Firmen nutzen die Ausgabe von Unternehmensanleihen zur Fremdfinanzierung, indem Geld auf dem Kapitalmarkt eingesammelt wird. Die Finanzierung über Anleihen hat sich für viele Unternehmen zu einer Alternative zum klassischen Darlehen oder Kredit entwickelt. Die Inhaber der Anleihen erhalten jährlich eine Zinszahlung und können mit dem Anleiheverkauf einen zusätzlichen Gewinn erzielen.

Seit Ende der Finanzkrise haben sich Unternehmensanleihen als eine Alternative zu Staatsanleihen etabliert und dies vor allem wegen der deutlich höheren Rendite. Es wird zwischen der gesicherten und ungesicherten Schuldverschreibung unterschieden. Bei der gesicherten Variante dient ein anderes Unternehmen der Besicherung der Anleihe. Besichert wird die Unternehmensanleihe meist mit einer Bürgschaft oder der Eintragung der Grundschuld auf die Gewerbeimmobilien. Die ungesicherte Schuldverschreibung wird weder durch eine Bürgschaft noch Grundschuld abgesichert. Generell empfehlen sich zugunsten der Sicherheit gesicherte Unternehmensanleihen.

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