Berechtigungsscheine der DBV

Der Berechtigungsschein DBV gestattet rund 470.000 Versicherungsnehmern der DBV Öffentlich-rechtliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt bei Kreditinstituten drei Coupons einzulösen. Diese Ansprüche der ehemaligen Lebens- und Rentenversicherten sind aus der Privatisierung der DBV-Versicherungsgruppe entstanden.

Bereits im Jahr 1990 erhielten Berechtigte Überschüsse aus Veräußerungen, die aus dem Gang an die Börse resultierten. Es handelte sich damals um einen Gesamtbetrag von umgerechnet 300 Millionen Euro, der den Berechtigten direkt auf die Versichertenkonten gutgeschrieben wurde. Die Auszahlungen, die bei Vorlage der Coupons eins und zwei erfolgten, ergaben sich aus dem Verkauf eines Aktienpakets über 25 Prozent an der ehemaligen DBV Winterthur Holding AG sowie einem Liquidationsüberschuss.

Den Coupon eins des Berechtigungsscheins hatte die DBV Öffentliche Anstalt für Beteiligungen schon zwischen 2007 und 2009 eingelöst. Ausgeschüttet wurden mehr als 173 Millionen Euro. Für die zweite Ausschüttung standen rund 265 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Schlusszahlung für den Coupons 3 wird anteilig an die Inhaber des Berechtigungsscheins ausgeschüttet, die den zweiten Coupon fristgerecht eingereicht haben, wobei die Höhe der Schlusszahlungen in den Geschäftsblättern veröffentlicht wird. Die Auszahlung erfolgt auf Basis der beim Coupon 2 angegebenen Daten.

Übrigens: Wir Deutsche geben im Jahr die gigantische Summe von rund 170 Milliarden Euro pro Jahr für private Versicherungen aus. Das sind in etwa mehr als 2000 Euro pro Einwohner. Und nicht wenig davon fließt in völlig unnötige Luxusversicherungen bei denen nicht selten das Motto, viel Beitrag für wenig Leistung gilt, während gleichzeitig existenzielle Risiken unversichert bleiben.
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