Rechnungswesen: Tipps zur Handhabung von BGA und GWG

Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich nicht zwingend um große Investitionen. Zuweilen liegen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellkosten nahe der GWG-Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 800 Euro. Dann bestehen Alternativen zur Regelabschreibung.

Was zählt zur BGA?

Unter Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Sachanlagen im Anlagevermögen verstanden, die im Gegensatz zu technischen Anlagen und Maschinen nicht unmittelbar in Produktionsprozessen eingesetzt werden. Als Anlagegüter dienen BGA der langfristigen Betriebsbereitschaft eines Unternehmens, der Zeithorizont beträgt üblicherweise mehr als ein Jahr. Als Betriebs- und Geschäftsausstattung gelten ausschließlich eigenständige, bewegliche Gegenstände. Besteht ein direkter Funktionszusammenhang zu einer Maschine, ist das Anlagegut der Bilanzposition „technische Anlagen und Maschinen“ zuzuordnen.

Abschreibung von GWG

Anschaffungskosten bis 250 Euro (netto) dürfen im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsaufwand verbucht werden. Eine Erfassung im Anlageverzeichnis ist nicht erforderlich. Da das Konto „BGA“ im Rechnungswesen zu den aktiven Bestandskonten zählt, sind Zugänge generell im Soll zu buchen. Unter dem Tag „Buchungstexte“ finden sich bei rechnungswesenlehrer.de praktische Hinweise zur prägnanten Formulierung. Bei Anschaffungskosten zwischen 251 und 800 Euro kann eine 100%ige Sofortabschreibung vorgenommen werden. Im Anlageverzeichnis sind sie unter Angabe von Anschaffungsdatum und -kosten aufzuführen. Zusätzlich darf für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 251 bis 1.000 Euro pro Jahr ein Sammelposten gebildet und diesen linear über einen Fünfjahreszeitraum abgeschrieben werden.

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