Verkaufsmöglichkeiten für Sparbriefe

Der Deutsche geht auch beim Geld auf Nummer sicher. Anstelle in Aktienfonds oder direkt in Aktien zu investieren, legt der deutsche Sparer seit Jahrzehnten jedes Jahr mehr Geld in Spareinlagen primär deutscher Sparkassen an.  Ende 2014 waren es rund 600 Milliarden Euro, dem dreifachen, was die Deutschen in Aktien investiert haben.

Wer eine sichere insbesondere mündelsichere Geldanlage für einen überschaubaren Zeitraum sucht, wird um Aktien einen Bogen machen müssen und an Sparbriefen letztlich nicht vorbeikommen. Leider hat die Gewissheit auf sichere Zinsen und einen bonitätsstarken Schuldner bisher auch gravierende Nachteile:

  • Eine vorzeitige Kündigung oder Rückgabe von Sparbriefen ist nahezu ausgeschlossen.
  • Dem Wunsch nach vorzeitiger Auflösung kommen die Sparkassen oder Genossenschaftsbanken meistens nicht und wenn doch nur sehr ungern nach.
  • Wenn es die Bonität des Kunden erlaubt, wird eine fristenkongruente Zwischenfinanzierung angeboten. Aber Achtung: Die Kreditzinsen sind oft um ein vielfaches höher als die durch Sparbrief vereinnahmten Guthabenzinsen. Dazu müssen die Guthabenzinsen des Sparbriefes versteuert werden. Die Steuerfalle schnappt zu. Die Zwischenfinanzierung stellt daher keine Alternative dar.

Dem Sparer bietet sich jedoch die Möglichkeit, seinen Sparbrief bei der Deutschen Sparbriefbörse zu verkaufen. Dabei erhält der Sparer einen sich an der Rendite-Indikation für Öffentliche Pfandbriefe der DekaBank orientieren Geldkurs (Ankaufspreis). Die Abwicklung ist einfach und unkompliziert. Der Kaufvertrag orientiert sich an den gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Nach Zustimmung der kontoführenden Sparkasse oder Bank erhält der Sparer innerhalb von ein paar Tagen sein Geld und kann darüber frei verfügen.

Falls auch Sie vorzeitig an Ihren Sparbrief auflösen möchten oder müssen, finden Sie hier weiterführende Informationen.

Bild: bigstockphoto.com / mkabakov

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