So funktioniert der Forexhandel

Es gibt viele Möglichkeiten, die Kursschwankungen einer Währung auszunutzen. Neben Währungskonten findet vor allem der Forexhandel starke Beachtung.

Zum einen haben große Firmen, die international tätig sind und Güter aus dem Ausland importieren, ein Interesse an stabilen und kalkulierbaren Preisen. Die Intention eines Devisenkaufs ist hier weniger die Spekulation als die Absicherung vor Kursrisiken.

Auf der anderen Seite nutzen Banken, Vermögensverwaltungsgesellschaften und auch private Investoren die Möglichkeit des Devisenhandels. Die Absicht dieser Spekulation ist weniger die Absicherung, sondern die Generierung von Profit.

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Um diese Spekulationsgewinne erzielen zu können, benötigen die Händler ein zuverlässiges Finanzinstrument.

Dazu bietet sich der Forexmarkt an. Forex steht für Foreign Exchange Market und bezeichnet den Devisenmarkt. Oft sieht man auch die Abkürzung FX.

Am Devisenmarkt werden tagtäglich Währungen gehandelt. Als Handelsplatz dient der Interbankenmarkt, der früher nur institutionellen Anlegern zur Verfügung stand. Dank des Internets wurden die Einstiegshürden geringer und der Forexhandel in den 90ern auch für Privatleute möglich gemacht.

Wichtig zu wissen ist, dass der Forexmarkt mit dem Bondmarkt der liquideste Markt der Welt ist. Die meistgehandelte Währung ist der US-Dollar, der es auf ein durchschnittliches (tägliches) Handelsvolumen von 4 Billionen USD schafft.

Wie handelt man am Forexmarkt?

Um am Forexmarkt agieren zu können, brauchen Trader und Spekulanten einen Broker, der die Kurse stellt bzw. weiterleitet und die Orders abwickelt. Das FX-Konto ist in der Regel kostenlos, da der Broker bei regelmäßigen Handelsaktivitäten seiner Kunden über den Spread „genug“ Geld verdient. Der Spread ist der Differenzbetrag zwischen An- und Verkaufskurs.

Der wesentliche Unterschied zum Aktienmarkt besteht darin, dass ich immer zwei Werte (in diesem Fall Währungen) gegeneinander handeln muss.

Während ich am Aktienmarkt mit EINER Aktie spekuliere, gehe ich im FX-Handel gleichzeitig long und short. Ich kaufe also eine Währung und verkaufe gleichzeitig die zweite Währung.

Wer sich die Kurstabellen eines Brokers oder Börsendienstes anschaut, findet im FX-Markt immer Paare. So gibt es EUR/USD, EUR/JPY, GBP/USD, USD/JPY; AUD/NZD usw…

Wenn ich also EUR/USD kaufe, dann kaufe ich den EUR und verkaufe gleichzeitig den Dollar. Ich spekuliere also auf einen starken EUR und/oder einen schwachen Dollar in der zukünftigen Entwicklung.

Wer Forexhandel betreibt muss sich mindestens mit den zwei wichtigen Begriffen „LOT“ und PIP“ vertraut machen.

  • LOT ist eine gängige Größenangabe und bezeichnet im FX-Handel die Kontraktgröße. Als Maßstab gilt: 1 LOT = 100.000 Einheiten. Wenn ich 1 LOT im EUR/USD handele, dann bewege ich ein Volumen von 100.000 Einheiten.
  • PIP bezeichnet die Veränderung vom Kurs und zwar die vierte Stelle hinter dem Komma. Die erstgenannte Währung (EUR) ist immer 1 EUR, die zweite Währung (USD) zeigt das Verhältnis zu diesem 1 EUR. Wenn der EUR/USD bei 1,1254 notiert, dann bedeutet das, dass ich zu diesem Zeitpunkt für 1 EUR den Betrag von 1,1254 USD bekomme. Ändert sich der Kurs nun von 1,1254 auf 1,1255, dann ist der Kurs um 1 PIP gestiegen.

Es gibt aber auch Währungen wie USD/JPY, deren Kurs über 1:100 steht. Steht der USD/JPY beispielsweise bei 105,70, dann wird die zweite Nachkommastelle als PIP deklariert.

Wer 100.000 Einheiten eines FX-Paares bewegt, der kann sich vorstellen, dass die zweite bzw. 4. Stelle hinter dem Komma bereits für einige Euro Gewinn oder Verlust sorgen kann.

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Wer kann am Forexmarkt handeln?

Jeder kann am Forexmarkt handeln. Es benötigt kein Studium oder eine anderweitige Zertifizierung. Es ist auch nicht nötig, 100.000 EUR oder ähnlich hohe Summen als Startkapital mitzubringen. Neben den LOT Einheiten gibt es nämlich auch Mini- und Micro-LOTs, sodass bereits Konten ab 100 EUR eröffnet werden können.

Um sich am Forexmarkt auszuprobieren und ein Gefühl für die Veränderung von Kursen und Kontoständen zu bekommen, ist es sogar ratsam, nur einen geringen Betrag zu wählen. Noch besser wäre es, die kostenlosen Demokonten der Broker in Anspruch zu nehmen, da man dort nur mit Spielgeld handelt (aber unter realen Bedingungen).

Wer oder was beeinflusst Devisenkurse?

Devisenkurse sorgen für das Wohlergehen einer Volkswirtschaft. Hat ein Land gegenüber einem anderen Land eine wichtige Handelsbeziehung sowie unterschiedliche Währungen, spielt die Höhe des FX-Paares eine wichtige Rolle für die Wirtschaftsleistung dieser beiden Länder. Ist Nation A exportstark, dann wünscht sie sich für die Handelsbeziehungen zu Land B eine nicht zu starke Währung, da der Import für Nation B (bzw. dessen Firmen) sonst zu teuer wird und man nach Alternativen suchen wird.

Der Kurs einer Währung kommt durch Angebot und Nachfrage zustande. Neben den Handelspartnern sind auch Spekulanten Teil des Marktes. Wer In Deutschland lebt und in USD Geld anlegen möchte, der muss seine Euro zunächst einmal in US-Dollar tauschen, bevor er sie anlegen kann. Es kommt also zu einem EUR-Angebot und einer USD-Nachfrage. Damit bewegt sich der Preis.

Aus diesem Beispiel kann man auch ableiten, dass Zinsen und damit die Notenbanken einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung eines Währungskurses haben.

Neben diesen Faktoren gibt es noch viele weitere Aspekte, die für die ständige Bewegung der Wechselkurse sorgen. So gibt es beispielsweise eine große Abhängigkeit des Kanadischen Dollars (CAD) vom Ölpreis, da Kanada eine exportstarke Nation im Rohstoffsegment ist und viele Arbeitsplätze dort beherbergt sind.

Abschließend noch der wichtige Hinweis, dass der Forexmarkt von Montags bis Freitags 24h (also durchgehend) geöffnet hat. Das bietet dauerhaft Chancen, aber natürlich auch Risiken. Wer erfolgreiches Forex Trading betreiben möchte, braucht eine Menge Geduld und Disziplin sowie ein funktionierendes Handelssetup.

Auf der eigenständigen Entwicklung eines solchen Setups liegt der Fokus des Blogs www.tradingfreaks.com.