Bretton Woods – ein wichtiger Ort für die Wirtschaft

Bretton geht zurück auf Bretton Woods, einen Ort in New Hampshire in den USA, in dem 1944 eine Währungs- und Finanzkonferenz mit 44 Teilnehmerstaaten stattfand, die der Anti-Hitler-Koalition angehörten, aus der 1945 die UNO hervorging. Auf der Konferenz wurde die Errichtung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank (IBRD – International Bank for Reconstruction and Development, sitzt in Washington) beschlossen. Die 1946 in Kraft getretenen Verträge von Bretton Woods bildeten die Grundlage für eine neue Weltwährungsordnung, welche bis zum Zweiten Weltkrieg überwiegend auf der Goldwährung basierte.

Das Bretton Woods System

Die Weltwährungsordnung ist verantwortlich für die Ordnung der Währungen entsprechen den Erfordernissen der Abwicklung des internationalen Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs.
Durch das Abkommen von Bretton Woods wurde 1944/45 eine modifizierte Golddevisenwährung geschaffen, ausgehen von der Leitwährung, dem US-Dollar, wurden feste Wechselkurse vereinbart, die von den Staaten nicht willkürlich geändert werden dürfen. Voraussetzung für das Funktionieren dieser Weltwährungsordnung waren ausgeglichene Zahlungsbilanzen der Mitgliedsstaaten.

Bretton Woods System im Wandel der Zeit

In der 60er- Jahren führte die zunehmende Geldentwertung in den Mitgliedstaaten und besonders in den United States of America zu einem Ungleichgewicht zwischen der Goldparität des Dollars und dem freien Goldpreis, was gravierende Störungen des Weltwährungs- und Welthandelssystems nach sich zog. Die überproportional steigende Zunahme der Verbindlichkeiten der USA seit Ende der 60er- Jahre veranlasste die USA 1973 die Einlösungspflicht des Dollars in Gold aufzugeben. Nach den IWF-Statuten ist das Gold seit 1978 nicht mehr Ausdrucksmittel für den Preis der angeschlossenen Währungen (Demonetisierung des Goldes), stattdessen haben die Staaten ihre Währungen in Sonderziehungsrechten zu definieren.

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