Die Historie des Geldes

Das Geld im heutigen Sinne des Wortes kann als die Weiterentwicklung des Tauschhandels verstanden werden. Der wirtschaftlich denkende Mensch erkannte sehr schnell, dass der Tauschhandel nur begrenzt sinnvoll war. So kam es, dass in früheren Zeiten Pfeilspitzen, Salz oder auch Muscheln Mittel zur Bezahlung wurden. Diese waren nützlich, einfach zu transportieren und stellten einen Wert dar. Doch die Entwicklung der Zahlungsmittel war damit nicht beendet, sondern nahm rasant an Fahrt zu.

Die Entwicklung des Geldes

Da der Tauschhandel oft umständlich und auch Wertgegenstände nicht allgemein anerkannt waren, setzte sich der Wert von Münzen durch. Bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. setzten die Lyder, ein indogermanisches Volk aus dem Westen Kleinasiens, einfache Goldklumpen ein. König Krösus, bekannt für seinen Einfallsreichtun und seine Freigiebigkeit, ließ die ersten einheitlichen Münzen prägen. Der Erfolgsweg der Goldmünzen war nicht mehr aufzuhalten und umfasste sehr schnell den gesamten Mittelmeerraum. Die Römer, denen ein besonderes Verhältnis zum Geld nachgesagt wird, prägten ihre Münzen im Tempel der Göttin Moneta, was den Begriff „Moneten“ erklärt. Goldmünzen waren in allen Kulturen beliebt und als Zahlungsmittel akzeptiert. Doch diese sollten noch lange nicht das Ende der Geschichte des Geldes darstellen.

Die Weiterentwicklung förderte Papiergeld zutage

Papier ist wertarm. Wie kam es dann zur Einführung von Papiergeld? Auch wenn die frühen Erscheinungen von geducktem bzw. bemaltem Papier als Zahlungsmittel in China und Mesopotamien bekannt waren, wurde dieses in Europa erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts eingesetzt. Es war zwar zunächst nur als Ersatz bei Münzknappheit gedacht, aber bereits im Jahre 1661 emittierte die Stockholmer Bank offizielle Scheine. Der Ursprungsgedanke geht auf den Wechsel zurück, was noch heute auf englischen Banknoten nachzulesen ist. Dem Grunde nach stellt Papiergeld damals und heute ein Zahlungsversprechen dar. Dabei war Papiergeld nicht immer wertbeständig, wenn zum Beispiel die deutsche Hyperinflation von 1923 bedacht wird. Dass Papiergeld sehr wohl wertbeständig sein kann, zeigen dagegen die D-Mark, der Schweizer Franken und zuletzt auch der Euro. Trotzdem halten sich Goldmünzen auch weiterhin als krisensicheres Äquivalent.

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