Sofortzusage bei guter Bonität: Schneller Kleinkredit in der Schweiz

Den Schweizern sagt man Gründlichkeit nach, besonders in Geldangelegenheiten. Der Sofortkredit für Privatleute macht da keine Ausnahme, denn das Konsumentenkreditgesetz schreibt eine Wartezeit von 14 Tagen verbindlich vor. Diese Vorschrift verbietet zwar die sofortige Auszahlung, aber nicht die schnelle Zusage des Kredits. Innerhalb weniger Stunden können drückende Geldsorgen beseitigt sein, wenn die nötigen Voraussetzungen stimmen.

Kreditfähigkeit wird online schnell geprüft

In der Schweiz sind eine ganze Reihe von Online-Kreditportalen aktiv, über die Schnellkredite vergeben werden. Wer beispielsweise einen Sofortkredit bei Privatkredit Sofort anfragt, erhält unter optimalen Bedingungen bereits nach vier Stunden, spätestens aber am nächsten Tag eine Entscheidung über die Kreditzusage. Zunächst muss der Interessent dafür nur wenige Daten preisgeben. Anhand dieser Angaben prüft der Vermittler die Kreditfähigkeit nach gesetzlichen Vorgaben und Bankenrichtlinien, also zum Beispiel die Volljährigkeit, den Wohnsitz in der Schweiz oder in Liechtenstein, die Schweizer Staatsangehörigkeit oder das Vorliegen einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung. Auch Vermögens- und Einkommensverhältnissen werden im Rahmen der Vorprüfung abgefragt, um gegebenenfalls das Verbot einer Kreditgewährung bei Überschuldung zu beachten. Solche Routinen laufen vollautomatisch ab. Kein Kreditsachbearbeiter muss sich damit auseinandersetzen, die Algorithmen auf den Computern des Vermittlers arbeiten auch nachts und am Wochenende. Die abgefragten Informationen sollten unbedingt richtig sein. Spätestens bei der konkreten Antragstellung, wenn die Angaben belegt werden müssen, würden Unwahrheiten offensichtlich, die Sofortzusage ist wertlos, aus dem Kredit wird nichts, und es bleibt ein negativer Eintrag bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) wegen des abgelehnten Antrags.

ZEK-Daten sauber halten

Besteht grundsätzlich Kreditfähigkeit, geht der Vermittler mit den Daten des Interessenten auf die mit ihm kooperierenden Kreditgeber zu. Im zweiten Schritt wird die Kreditwürdigkeit, also die Bonität des potenziellen Schuldners überprüft. Die Bonitätsprüfung ist aufwendiger, denn hier geht es nicht um eine bloße Ja-oder-Nein-Entscheidung. Fast jeder Kreditgeber gestaltet seine Vertragskonditionen nämlich bonitätsabhängig. Die Bonitätsbeurteilung hat objektive und subjektive Komponenten. Objektiv lässt sich feststellen, wie hoch das verfügbare Einkommen ist – also was monatlich in die Kasse fließt und welche fixen Kosten davon abzuziehen sind. Trotz eines hohen Gehalts kann die Bonität negativ beeinflusst sein, beispielsweise wenn eine hohe Miete oder Kreditraten für ein Eigenheim oder Stockwerkseigentum anfallen.

Subjektiv kommt es auf die Zahlungsmoral des Kreditinteressenten an. Viel Geld zur Verfügung haben, bedeutet ja nicht zugleich Zuverlässigkeit in Finanzangelegenheiten. Wer seinen Verpflichtungen, und sei es „nur“ aus Nachlässigkeit und nicht wegen Geldmangel, nicht nachkommt, riskiert einen entsprechenden Eintrag über Zahlungsstörungen, was die Bonität negativ beeinflusst. Die ZEK erfasst sowohl bestehende Verpflichtungen als auch Probleme im Zahlungsverhalten sowie amtliche Informationen wie Konkurse oder Bevormundungen. Mit ihren Daten über rund 1,5 Millionen Schweizer Bürger kann sie auf Anfrage einer Mitgliedsbank relevante Fakten beisteuern, die die Kreditkonditionen positiv oder negativ beeinflussen, schlimmstenfalls sogar zur Kreditunwürdigkeit im Bankensystem führen. Eine Bonitätsprüfung wird selbstverständlich auch bei ausländischen Kreditinteressenten durchgeführt. Zwar wird die ZEK in der Regel keine Informationen über sie besitzen, aber Arbeitsvertrag, Gehaltsnachweise und ähnliche Unterlagen sind vorzulegen und werden genau geprüft. Soweit die Werbung in Deutschland für „Schufa-freie Kredite aus der Schweiz“ suggeriert, Darlehen würden auch bei Bonitätsproblemen vergeben, ist das zwar was Schufa-Einträge betrifft korrekt, jedoch nicht was die übrigen Bonitätskriterien anbelangt.

Kostenlos zum besten Zins

Die Nutzung von Internetportalen zur Kreditvermittlung ist denkbar einfach. Durch Eingabemasken oder Schieberegler wird der Zusammenhang zwischen Kreditsumme, Laufzeit und monatlichen Raten für Tilgung und Zinsen abgebildet. Eine lange Laufzeit ist zwar tendenziell teurer, sowohl hinsichtlich des Zinssatzes als auch hinsichtlich der absoluten Kreditkosten, sie kann aber nötig sein, um die monatliche Belastung dem verfügbaren Einkommen anzupassen. Sind die Eckdaten geklärt, geht es an die Konditionsanfrage. Der Kreditvergleich wird zahlreiche Angebote in einer Rangfolge präsentieren, wobei die konkreten Zinssätze meist noch nicht feststehen. Da sie bonitätsabhängig sind, werden sie als Zinsspanne angegeben, zum Beispiel zwischen 4,5 % und 9,5 %. Zinsen sind nämlich auch ein Maß für die Ausfallwahrscheinlichkeit, also für das Risiko, dass ein Darlehen ganz oder teilweise nicht zurückgezahlt wird. Das ist bei Kreditzinsen nicht anders als bei Geldanlagen: Für eine Schweizer Staatsanleihe gibt es wegen der hohen Sicherheit manchmal sogar negative Zinsen, griechische oder brasilianische Anleihen werden dagegen sehr hoch verzinst – wegen des Risikos, dass die Staaten pleite gehen könnten.

Ein rechtsverbindliches Vertragsangebot mit individuellem Zins erhält der Kunde erst, nachdem er sich für eine Bank entschieden hat und dort über den Vermittler einen entsprechenden Antrag stellt. Die Dienstleistung, nach der günstigsten Vertragskonstruktion zu suchen, ist für den Kreditinteressenten kostenlos. Nur in komplizierten Fällen, beispielsweise bei geringer Bonität, muss der Kreditinteressent einen Vermittler beauftragen und diesen auch selbst bezahlen, was er jedoch nie vorab, sondern nur bei erfolgreicher Vermittlung tun sollte. Die Konditionsanfrage über Vergleichsportale bietet auch hinsichtlich der ZEK einen Vorteil gegenüber eigener Angebotseinholung. Da der Vergleich zunächst unverbindlich erfolgt und der Vermittler alle erforderlichen Kriterien vorab beim Antragsteller abfragt, wird nur ein Kreditgesuch an die ZEK übermittelt, wenn überhaupt Chancen auf eine Kreditbewilligung bestehen. Stellen Sie hingegen selbst parallel mehrere Anfragen bei verschiedenen Kreditgebern, wird jedes dieser Kreditgesuche bei der ZEK registriert, was Ihre Bonität aus Sicht der ZEK und der Kreditgeber verschlechtern kann.

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