Neue Politische Ökonomie – Erforschung aktueller Zusammenhänge

Unter Verwendung der Methodik der Wirtschaftswissenschaften sind insbesondere politisches Verhalten, die Entstehung von Strukturen und die Art von Entscheidungsprozessen Gegenstand der Neuen Politischen Ökonomie.

Untersuchungsgegenstand: Handlungsweisen der politischen Akteure

Als sogenannte Positive Ökonomik und damit Teil der Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre konstatiert die Neue Politische Ökonomie lediglich die Gegebenheiten, sie bietet keine Lösungsansätze. Im Mittelpunkt der Forschung liegen die Verhaltensweisen der politischen Akteure, wie sie als Individuen ihre Entscheidungen so treffen, dass sie selbst einen maximalen Nutzen erzielen können. Der so beschriebene homo oeconomicus bestimmt mit seiner rationalen Handlungsweise die Auswahl der für ihn anhand einer individuellen Präferenzordnung ermittelten besten Alternative.

Entscheidungsfindung in politischen Kollektiven

Darüber hinaus befasst sich die Neue Politische Ökonomie mit dem Entscheidungsprozess in kollektiv handelnden Gruppen, wie zum Beispiel Parteien oder Verwaltungen, um die Entstehung von staatlichen Strukturen oder Gründungen erklären zu können. Gerade in Parteien oder Gesellschaften mit demokratischen Strukturen ist der Weg von einer Aufgabenstellung bis zur Entscheidung von vielen Einflüssen, Abwägungen und Änderungen geprägt, bis der größtmögliche Nutzen erreicht ist. Dabei musste die lange vorherrschende Annahme des selbstlosen Handelns von politischen Entscheidungsträgern vollkommen aufgegeben werden.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Verknüpfung zwischen Staat und Wirtschaft

Die vorherrschenden Einwirkungsmöglichkeiten des Staates auf die Wirtschaft haben auch zur Entwicklung eines Wohlfahrtsstaates und dadurch bedingt zu einem ausgeprägten Anspruchsdenken geführt. Die Neue Politische Ökonomie geht also davon aus, dass die politischen Aufgaben der Akteure zur Nebensache verkommen, da es den Entscheidungsträgern in erster Linie um die Machterlangung oder den -erhalt und die eigene Wohlfahrt geht. Die Forschungsgebiete können nach mikro-, meso- und makroökonomischen Betrachtungen unterschieden werden.

 

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