Das Giffen Paradox

Robert Giffen war ein englischer Statistiker und Journalist, der ein wichtiges wirtschaftliches Phänomen entdeckt und untersucht hat. Dieses Phänomen wird in der Wirtschaftslehre als Giffen Paradox bezeichnet und stellt eine Behauptung zum allgemeinen Nachfragegesetz auf.

Das allgemeine Nachfragegesetz

Das allgemeine Nachfragegsetz stellt einen Zusammenhang zwischen dem Preis eine Gutes und der Nachfrage desselben auf einem Markt auf. Davon geht man im allgemeinen davon aus, dass die Nachfrage nach einem Gut steigt, wenn dessen Preis auf dem Markt sinkt. Andersherum gilt aber auch, dass die Nachfrage sinkt, wenn der Preis des Gutes steigt. Hierbei handelt es sich um eine allgemeine Aussage, die an zahlreiche Bedingungen eines Marktes gekoppelt sind. Dazu zählt zum Beispiel der Wohlstand einer Gesellschaft oder die Einkommensentwicklung der Interessenten für einen bestimmten Markt.

Das Giffen Paradox

Die Behauptung von Giffen geht jedoch davon aus, dass es auch Güter gibt, für die dieser Zusammenhang nicht gilt. Vielmehr ist der Zusammenhang für solche Güter, die auch inferiore Güter oder durch Giffens Behauptung geprägt Giffengüter genannt werden, nicht erkennbar oder dreht sich sogar um. Man geht davon aus, dass bestimmte Güter mit einer verbesserten Einkommenssituation nicht mehr nachgefragt werden und damit im Preis steigen, sondern dass bestimmte Güter bei einer verbesserten, finanziellen Situation überhaupt nicht mehr nachgefragt werden und durch andere, hochwertigere Güter ersetzt werden. Doch nicht nur durch Einkommensveränderungen, sondern auch durch die Preiselastizität des Gutes kann dieser Effekt hervorgerufen werden.

Wage Behauptung mit großer theoretischer Bedeutung

Auch wenn das Giffen Paradox niemals marktdeckend zum Tragen kommt, kommt ihm doch eine hohe, theoretische Bedeutung zu. Vor allem bei Marketingstrategien und Preisgestaltung wird das Giffen Paradox häufig mit in Betracht gezogen.

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